kathas welt

wissenswertes, spannendes und skurrilles rund ums thema nachhaltigkeit

Archiv für Bio

Hach, war das lecker!

Tolle Dinge gehören vorgestellt. Heute:

BioGourmetClub!

Mir tun alle Städt leid, in denen es ihn nicht gibt… 😉
Mayoori Buchhalter hat hier in einem wunderhübschen Innenhof im belgischen Viertel in Köln eine Idee verwirklicht, die ich ganz im Sinne von kathas welt nur aus vollem Herzen unterstützen kann: eine Bio-Kochschule, die eher an ein edles Restaurant mit sehr freundlicher Atmosphäre erinnert, denn an eine Schule.

GaumenFreunde

Letzten Dienstag konnte ich mir im Rahmen der „GaumenFreunde“ Reihe ein eigenes Bild machen. Dieses so genannte „Private Cooking“-Event sieht so aus: zwischen 10 und 15 Personen aus unterschiedlichsten Professionen (sehr interessant) kommen zusammen und kochen zum Selbstkostenpreis spannende neue Gerichte und werden dabei ganz „gourmet-like“ mit leckeren Weinen, Prosecco oder auch Bier versorgt. Bisher hatte GaumenFreunde immer in einem Kochstudio in Ehrenfeld stattgefunden, aber Sabine Lydia Müller, die Organisatorin, hat es nun tollerweise (ohne Preiserhöhung) in den BioGourmetClub verlegt, denn warum konventionell, wenn es auch bio und fairtrade geht?

Gourmethaft kochen lernen

Und natürlich ist es auch nicht dasselbe in grün. 😉 Jeder GaumenFreunde Abend steht unter einem besonderen Motto. Diesmal Indien. Und bei Mayoori konnten wir nicht nur von ihrer jahrelangen Liebe zu Indien profitieren (die man auch in den köstlichen Gerichten geschmeckt hat), sondern haben sogar gratis dazu noch alle der sage und schreibe 11 Gerichte in einem Rezeptbuch dazu bekommen – das gab es früher nicht. Gerade für mich, die ich mich privat doch eher auf Gemüse mit Schafskäse in der Pfanne … ähem… „spezialisiert“ habe, ein ganz tolles Geschenk! Und es war noch nicht mal mehr so schwer: wir haben alles selbst gekocht und es hat (trotzdem) geschmeckt! 😉 Mayoori stand uns dabei tatkräftig und sympathisch zur Seite. Meine Favoriten des Abends: Kichererbsenpfannkuchen mit Süßkartoffeln und Korianderchutney…

Mitmachen?

Im BioGourmetClub kann man viele tolle Kochkurse machen, auch als Gruppe. Bei Interesse einfach unter www.biogourmetclub.de informieren.

Und wer das nächste Mal bei GaumenFREUNDE dabei sein möchte, schreibe einfach eine Mail mit Kontaktdaten (Name, Organisation, Position) an info(at)gaumenFREUNDE.org, dann werdet ihr von Sabine auf dem Laufenden gehalten.

Ich kann beides nach letztem Dienstag nur wärmstens empfehlen…

Herzlich, eure Katha

ps: die Fotos gehören alle Sabine Lydia Müller. Vielen Dank fürs Zur-Verfügung-Stellen!

Advertisements

Der Alternativ-Cola-Check

Es gibt die, die lieber CocaCola trinken und Pepsi hassen, und die, die lieber Pepsi trinken und CocaCola hassen. Durch Deutschland geht der Cola-Pepsi-Riss. Der Kampf um die Cola-Liebe scheint ein Monopol (Duopol??) zweier Marken zu sein. Dabei gibt es hier in Deutschland noch viele weitere tolle Cola-Sorten, die aus vielen Gründen – nicht nur den geschmacklichen – endlich mal (noch) bekannter werden sollten!

Zeit für einen Alternativ-Cola-Check! Ich habe mich für die beiden Cola-Sorten entschieden, die aus Eigeninitiative und nicht als Teil einer bestehenden Firma entstanden sind: fritz-kola und Premium-Cola. Kriterien: Geschmack, Preis, Öko und Sozial (frei nach den vier Säulen der Nachhaltigkeit 😉 ). Weiter unten gibt es aber auch noch Links zu Bio-Colas.

fritz-kola

Im schönen Hamburg sind die Jungs von fritz-kola zuhause. „Keine Allerweltscola“, „viel Koffein“, und „weniger süß“, das sind die Markenzeichen der Brause von Lorenz und Mirco. „Mit fritz-kola wollen sie gegen Colamonopole, Plastikflaschenschrott und Dauer-Coolness angehen“, steht auf ihrer Webseite. Monopole bekämpfen find ich gut, ebenso, wie das mit dem Koffein (wozu trinkt man sonst Cola?), dem Plastikflaschenschrott (Cool, das ist öko!) und der Auflehnung gegen die Eintönigkeit (Ich denke mal, dass sie die Dauercoolness von CocaCola abschaffen wollen…). Allerdings muss man zum vielen Koffein noch hinzusagen, dass die weiter unten vorgestellte Premium-Cola sogar noch mehr Koffein enthält.

Als ich die Hansestadt letztens besuchte, habe ich mich gefreut, wie oft man diese regionale Cola dort trinken kann, und zwar schmeckt die nicht nur in der Originalversion super, sondern auch in der light Variante (ich habe mich hier ja bereits einmal geoutet, dass ich trotz Öko-gewissen gerne Cola light trinke, das zwar reduziere, aber dennoch immer wieder „zur Flasche greife“…).

Geschmack: top

Preis: Bei Colonia Getränke Profis (mer sin ja us Kölle) kostet ein Kasten (24 x 0,33l ) 14,99€, „normale“ CocaCola in derselben Menge 11,99€.

Öko: Keine Dosen und Plastikflaschen. Zutaten könnten bio oder fairtrade sein.

Sozial: Philosophie sympathisch. fritz-kola präsentieren außerdem junge Bands „ohne Casting, aber mit Musik“ (fritz töne).

fritz-kola gibt es mittlerweile deutschlandweit und sogar auch in anderen europäischen Staaten. Hier geht es zu „wo kaufen“.

Premium Cola

Viel Koffein, bzw. sogar NOCH mehr Koffein als in der fritz-kola (250 mg/l, die maximal erlaubte Menge in Deutschland, vs. 151 mg/l bei fritz) gibt es auch bei der Premium-Cola, die wohl „graswurzeligste“ unter den in Deutschland zu kaufenden Colas. Ein Kollektiv hat sich hier zusammengetan, als ihre vorherige Lieblingscola (Afri) eine geänderte Rezeptur bekam. Warum Graswurzel? Entscheidungen werden im Konsens gemeinsam gefällt, es wird viel Wert auf Transparenz bei Zutaten und Produktion gelegt, die Zulieferer ganz gezielt anhand sozialer Kriterien ausgesucht. So entstehen spannende Besonderheit bei der Gruppe um Premiumcola, wie z.B. „veganer Etikettenleim“, „feste Umsatzanteile in die Alkoholismusvorsorge“ oder „Anti-Mengenrabatte“ (Es gibt auch noch ein Premium-Bier, daher Alkoholismusvorsorge). Der Zucker kommt ebenfalls von einem Kollektiv, die üblichen Cola-Zusatzstoffe wie Phosphorsäure werden transparent auf dem Etikett vermerkt und ihre Wirkung auf der Webseite erklärt (s. Zutaten).

Geschmack: Habe Premium auf einer Konferenz probieren können und kann nur zustimmen: „kräftiges, rundes Aroma. Angenehm wenig Süße“. Außerdem hilft sie, den Vorträgen wachen Kopfes zu lauschen. Hier steht, wo in ganz Deutschland die Premium-Cola zu haben ist.

Preis: Bei „Boutique & Käffchen“ im Belgischen Viertel in Kölle kostet die 0,33l Flasche erstaunlich günstige 1,50€.

Öko: Kurze Transportwege bei der Herstellung. Ausschließlich Glasflaschen, keine Plastikflaschen oder Dosen. Coole Spielerei: Man kann auf der Webseite das „Licht aus“ machen, sprich durch einen dunklen Hintergrund Strom sparen. Chapeau für diese Idee!

Sozial: Philosophie sympathisch. Alles wird gemeinschaftlich entschieden. Zulieferer werden nach sozialen Kriterien ausgewählt. Besondere Transparenz bei Zutaten und Herstellung.

Auch die Truppe um Premium-Cola kommt aus Hamburg, dieser Stadt, die mir nun immer sympathischer wird… Was hat sie was Köln nicht hat??? Naja, zumindest keinen gefluteten U-Bahn-Schacht…

Und sogar in Bio!

Eine leckere Bio-Cola gibt es von der tollen Bio-Brauerei Neumarkter Lammsbräu. Dort heißt sie „now Black Cola„.

Und vom Bio-Saft-Hersteller Voelkel kann man in der Serie Bio-Zisch die Sorte Guarana Cola entdecken.

Aber nicht alle auf einmal ausprobieren…

Bis zum nächsten Mal, Eure Katha

p.s.: Man könnte Cola als sinnloses Zuckerwasser einfach generell „schneiden“, aber da sie den meisten von uns nunmal offenbar einfach schmeckt, schließe ich mich dieser radikalen Einstellung nicht an, sondern stelle in gewohnter kathas-welt-Manier einfach die „guten“ Alternativen vor. Prost!