kathas welt

wissenswertes, spannendes und skurrilles rund ums thema nachhaltigkeit

Archiv für Energie

Ich will Spaß, ich will Spaß!

Das sind Ideen, wie die Welt sie braucht!

1. Wie Flaschen zum Altglas Bringen Spaß macht:

2. Wie Leute lieber die Stufen als die Rolltreppe nehmen:

3. Wie man gerne den Mülleimer benutzt

Bin begeistert. Endlich mal ist Spaß mit nachhaltigem Verhalten verbunden. Genau die richtige Strategie!

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Was dich bewegt

twikeVielleicht gehört die Zukunft der urbanen Mobilität dem „Human Power Hybrid“, als Beispiel hier der ziemlich schick aussehende twike, der bis zu 85 km/h fährt und dessen Batterie 200km lang reicht. Wenn die Batterie leer ist, kommt man trotzdem an: mit eigenem Radeln. Die Batterielaufzeit kann durchs Treten auch verlängert werden. Ein super Vorschlag, der neben der Umgehung von fossilen Brennstoffen (also kein CO2 Ausstoß) gleich noch glücklich macht, denn erwiesenermaßen setzt Bewegung Endorphine frei. Dazu werden durch sportlichere Menschen die Gesundheitskosten verringert, ein Vorteil für die ganze Volkswirtschaft. 😉

Ein rundum klasse Vorschlag, oder was meint ihr? (Könnt gerne einen Kommentar hier hinterlassen.)

E-Bikes

e-bikeWer ein simpleres Modell bevorzugt, ist mit Elektrofahrrädern gut beraten. Selbst Treten kann man natürlich auch noch, aber wer einen wichtigen Termin hat und einfach mal unverschwitzt aber dennoch erfrischt ankommen möchte, nimmt einfach die zuhause aufladbare Batterie mit.

Wie bei allen elektrisch betriebenen Fahrzeugen ist der CO2-Ausstoß natürlich nur gleich null, wenn erneuerbare Energie die Quelle ist. Fürs E-Bike reicht da z.B. einfach ein Ökostromanbieter zuhause.

Un nu?

Mehr solcher cooler Vorschläge braucht das Land! Habt ihr welche?

(Junge Leute werden von der EU Kommission übrigens dabei gefördert, im super Programm „your world – your business„.)

Wer zahlt die Rechnung?

Ein grandios simpler Kurzfilm zum Thema Klimawandel und Gerechtigkeit.

Sollte man etwas gegen den Klimawandel tun, damit die Migration nicht so stark zunimmt? Oder sollte man ihn bekämpfen, weil es einfach angebracht ist, die Leben, die der Klimawandel kosten wird, zu schützen? Pragmatisch betrachtet ist das egal.

Man sollte einfach, denn es ist…

…ethisch verpflichtend

Bezüglich der moralischen Verpflichtung, den Klimawandel aufzuhalten, kann ich wie im letzten Eintrag sehr das ganz klar und nüchtern geschriebene Buch „The Ethics of Climate Change“ von James Garvey empfehlen.

…und wirtschaftlich sinnvoll

Und dass der Klimawandel uns teurer zu stehen kommen wird als seine frühzeitige Bekämpfung, das hat uns ja bereits vor knapp drei Jahren der ehemalige Chefökonom Sir Nicholas Stern in seinem Report bewiesen.

Warum machen wir dann nichts? Das liegt an der Komplexität des Problems und ist daher wohl

…psychologisch begründet.

Wir können einfach nicht so sehr in die Zukunft, ans andere Ende der Welt und in so vielschichtigen Zusammenhängen denken, als dass wir daher auf Kaffee-Trinken (riesiger Wasserverbrauch), Auto-Fahren oder schönes Glühbirnenlicht sofort verzichten würden. So ist das. Aber das müssen wir halt irgendwie hinbekommen…

Die Rechnung zahlen zwar zunächst die „anderen“ (daher scheint das Klima einigen ja egal zu sein), aber im Endeffekt zahlen wir sie alle!

Hasta la vista…

Übrigens werde ich bis Anfang September in Urlaub sein und neue Lande kennenlernen. Bis dahin wünsche ich euch einen wunderbaren Sommer!

Eure Katha

Und, liebe Natur, wen sollen wir wählen?

Wenn die Umwelt wählen könnte, dann wahrscheinlich irgendeine kommunistische Ökodiktatur (der EU Kommissar Verheugen hat übrigens Angst, dass wir da heute schon hindriften… s. hier), die alle Produktion gemütlich herunterfährt und nur noch zwanghaft Bäume pflanzen und die Menschen von Luft und Liebe leben ließe. Dat wollema nit, würde der Kölner sagen. (Liebe is zwar ne schöne Sache, aber mer wolle ja schließlich auch noch Kölsch und sonstiges leckeret Essen. Nur Luft, nein danke!)

(Übrigens habe ich grade noch ein Buch im Internet gefunden, das „Die Ökodiktatur“ heißt, das ich aber nicht gelesen habe, ich also auch nichst dazu sagen kann. Schauts euch an, wenn ihr mögt.)

Der KandidatInnen-Check

Bild 4

Die Frage, wen „wir wählen sollen“, ist natürlich eine rhetorische, die kann ich ja gar nicht beantworten. Das muss jeder für sich selbst entscheiden. Allerdings gibt es jetzt vom BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) einen KandidatInnen-Check, auf dem man schauen kann, wie die DirektkandidatInnen für den Bundestag (Erststimme am 27. September)  in unseren Wahlkreisen zu Atomausstieg, Neubau von Kohlekraftwerken, Gentechnik und sonstigen ökologischen Fragen stehen. Das finde ich doch mal eine ganz nette Idee, die über den Wahl-O-Maten hinausgeht, der allerdings auch zu empfehlen ist (der Wahl-O-Mat zur Bundestagswahl steht leider noch nicht online, daher kann ich euch hier nur den Link zur wikipedia-Seite geben). Da kann man ganz insgesamt mal seine eigenen Ansichten mit denen der Parteien abgleichen und schauen, ob die prinzipiell favorisierte eigene Partei auch wirklich mit dem übereinstimmt, was man selbst möchte.

Wer insgesamt die harten Fakten über das Wahlgeschehen im „Superwahljahr“ (ah, dieses Wort!) ansehen möchte, kann sich über Termine und Rechtliches auf der Seite des Bundeswahlleiters informieren.

Ist Kernenergie gar teurer als Erneuerbare???

ökoinstitut_logoUnd noch einmal zu einem heißen Thema in der Energiedebatte: der Kernenergie. Eine von Umweltminister Gabriel in Auftrag gegebene Studie des Ökoinstituts kommt übrigens zu dem Ergebnis, dass es keinen zwingenden Zusammenhang zwischen Kernkraft und Strompreisniveau gibt (eine kurze Zusammenfassung gibt es auf Utopia.de); im Gegenteil, die Preise könnten sogar eher steigen, wenn wir an der Kernenergie festhalten. „Von Laufzeitverlängerungen würden nur die Konzerne profitieren“, heißt es in der Studie, die ihr hier runterladen könnt. Man sollte also gut nachdenken und seine Argumente überprüfen, wenn man behauptet, der Atomausstieg koste den Bürger immense Summen.

Warum reden wir nicht mal über was anderes?

Ich persönlich verstehe sowieso nicht, warum alle so viel über die Kernenergie reden. Ein Grund für meine Einstellung (neben meiner persönlichen Abneigung gegen für immer strahlenden Atommüll, den man nirgendwo „endlagern“ kann!) ist die pragmatische Seite: Es ist einfach im Moment nicht machbar, wirklich viele neue Kernkraftwerke zu bauen. Es gibt nämlich weltweit nur eine Firma, die die aus einem Guss hergestellten Hochleistungs-Kernkraftwerks-Reaktoren herstellen kann, die man für die Hochleistungs-Kernkraftwerke braucht, die geplant sind. Und diese Firma kann pro Jahr nur 5,5 davon produzieren. Das ist doch viel zu wenig, um ernsthaft über die Kernenergie als Lösung für die weltweite Energienachfrage nachzudenken. Wir brauchen andere Wege, um unseren Energiebedarf zu decken. Und wir sollten über wichtigeres reden, als über Kernenergie. Denn in China bspw. gehen pro Woche mindestens zwei neue Kohlekraftwerke ans Netz, das sind immense Steigerungen der CO2-Emissionen; die Teilchenanzahl der Klimagase in der Atmosphäre nimmt dramatisch zu, und damit steigt die Temperatur, und damit steigt der Meeresspiegel, die Dürren, der Hunger und alles, was sonst leider noch dazugehört.

Warum redet darüber keiner? Oder anders, denn es reden ja doch bereits einige darüber: Warum reden wir immer noch so viel und heiß über Kernkraft und nicht über das Essentielle, nämlich wie wir den Klimawandel wirklich stoppen können? Weil das Thema zu unemotional ist? Weil wir in Deutschland keine Überschwemmungen zu erwarten haben und keine Klimaflüchtlinge sein werden? Weil es zu viel Lobbymacht in Deutschland gibt?

Ich finde, jeder sollte zumindest die Zahl 350 kennen… 😉 Und dann schaun wir einfach, wer im Herbst gewählt wird!