kathas welt

wissenswertes, spannendes und skurrilles rund ums thema nachhaltigkeit

Archiv für Dezember, 2010

Auch Bio-Glühwein macht Kater: ein überhaupt nicht vollständiger Jahresrückblick

Der wunderschöne Weihnachtsmarkt im Stadtgarten in Köln, mit Bio-Glühwein

Der wunderschöne Weihnachtsmarkt im Stadtgarten in Köln, mit Bio-Glühwein

Wer soll’s glauben? Auch Bio-Glühwein macht einen Kater, wie ich kurz vor Weihnachten leider im Eigenversuch feststellen musste. Was hat man denn eigentlich von der ganzen Öko und Bio Lebensweise, wenn man dann nicht auch mal von den normalen negativen Effekten verschont wird?

FairTrade-Schokolade macht dick. Bio-Wein Kopfschmerzen. Auch Bio-Pommes sind nicht wirklich gesund. Könnte es sein, dass es manchmal nicht reicht, einfach nur dasselbe in bio/öko/grün zu machen? Mir schwant, so ist es… Es geht wohl um einen neuen, bewussten und wertschätzenden Lebensstil…

Gerade schaue ich ein bisschen auf das Jahr 2010 zurück und bin glücklich, wieviele spannende Menschen, Projekte und Ideen ich kennenlernen durfte in diesem Jahr. Einige Menschen, die genau wie ich denken, dass wir einen tollen Luxus haben mit unserem Leben in Deutschland. Und dass wir manchmal vergessen, wie toll dieser Luxus eigentlich ist. Wir haben zu essen, eine soziale Grundsicherung, ein Dach über dem Kopf (die meisten), wir haben Gesundheitsversorgung, Meinungsfreiheit, einen Rechsstaat und können uns oft sogar aussuchen, womit wir unser Geld verdienen möchten und wir haben sauberes Trinkwasser. Nur irgendwie freuen wir uns über diese für uns selbstverständlich gewordenen Werte gar nicht mehr. In Ländern wir Weißrussland oder der Elfenbeinküste sind dies Dinge, wofür manche Menschen ihr Leben geben würden. Bei uns sind sie einfach da. Darüber darf man ruhig mal vor Freude in die Luft hüpfen!

Geburt: Schöne neue Welt delüx!

Katha entgittert SNWD Aufdrucke

Katha entgittert SNWD Aufdrucke im Park 😉

Die Schönheit unserer Lebensumstände wieder ins Bewusstsein zu holen ist einer der Gründe, warum es kathas welt gibt. Und seit diesem Jahr auch Schöne neue Welt delüx! (SNWD), dieses kleine, feine Unternehmen, was ich in diesem vollen, tollen Jahr 2010 mit Ina und Michael von der ecosign gestartet habe und über das Dunja Burghardt von Rootz und Wingz meint: „Das ist wirklich lustig, wie sehr man sich über Dinge freuen kann die zuvor im Alltag doch an Bedeutung verloren haben.“ Wir nutzen bei SNWD Schönheit und Design, um Freude am nachhaltigen Lebensstil zu bilden. Zum Beispiel daran, sauberes Trinkwasser einfach frei Haus aus der Leitung zu bekommen. Und die Strategie scheint zu funktionieren. Delüx! 😉

Neue Ökonomie

2010 durfte ich Christoph Harrach von KarmaKonsum näher kennenlernen. Wir freuen uns u.a. beide daran, eine „neue Ökonomie“ zu betreiben. Ein wichtiger Teil der „neuen Ökonomie“ ist, dass man mit Freude kooperiert und nicht angstvoll den Wettbewerb sieht. Daher blogge ich seit neuestem auch bei ihm auf www.karmakonsum.de mit. Wenn ich jetzt etwas zur Idee der „neuen Ökonomie“ schreibe, kommt ihr nie ans Ende dieses Blogeintrags, aber davon kommt hier in kathas welt ja eh immer mal wieder etwas!

Lies!

Zwei Buchempfehlungen möchte ich an dieser Stelle gern machen. Die beiden Bücher haben mein Jahr 2010 sehr bereichert:

1. Hans Christoph Binswanger: Geld und Magie (über Fausts zerstörerische Suche nach dem persönlichen Glück in der Wirtschaft – unglaublich tolles Buch!)

2. Nassim Nicholas Taleb: Der schwarze Schwan (über die wunderbare Unsicherheit, den Zufall und skalierbarem Erfolg in Extremistan – einfach lesen! 😉 )

Schreiben, Presse und Geld

Money rules the world - who rules the money?

Money rules the world - who rules the money?

Ich durfte 2010 auch Artikel in unterschiedlichen Zeitschriften wie z.B. Natur und Kosmos schreiben und bin ein paarmal in der ZEIT zitiert worden, was sehr aufregend für mich war. 😉

Viele Menschen haben mich angeschrieben und -gesprochen wegen kathas welt, SNWD und natürlich auch am Institute for Social Banking, wo ich ja hauptberuflich für ein Thema arbeiten darf, das mich sehr bewegt: Was das Geld mit uns und unserer Lebensweise eigentlich macht. Diese Frage finde ich wichtig in einer Kultur in der man „über Geld nicht spricht“, wobei es doch eigentlich der Puls unserer Wirtschaft ist und unsere Länder, in denen wir leben, dominiert (s. Eurokrise, Griechenland, Island etc). Und daher finde ich es toll, dass immer mehr Menschen nun (mit mir und auch vielen anderen) darüber sprechen möchten.

Moderation und Vorträge

Auf der Summer School 2010

Auf der Summer School 2010

Im Instituts-Rahmen durfte ich 2010 mein erstes Großevent, die Internationale Summer School on Social Banking in Florenz moderieren, in der es darum ging, welche Werte dem Bankwesen eigentlich zugrunde liegen. Fünf Tage lang haben sich 90 Praktiker und Akademiker diesem Thema gewidmet. Wenn ihr die Vorträge sehen möchtet, schaut Euch gern die Filme im Internet an (auch wenn sie nicht so gute technische Qualität haben): Hier gehts dahin. Moderation kann viel mit dem Ermöglichen von schöner Veränderung zu tun haben, daher macht mir dies so viel Spaß und ich freue mich, dass ich auch 2011 wieder Veranstaltungen moderieren darf.

Auch begeistere ich gern andere, in Dialog zu treten und zu diskutieren. Dies durfte ich 2010 in einigen Vorträgen oder Podiumsdiskussionen zum Thema Geld und Mensch tun. Danke an alle, die dabei waren und mit diskutiert haben.

So what?

What's next? Ausblick auf die Ostsee...

What's next? Ausblick auf die Ostsee...

Worum gehts also? Eben nicht nur darum, Bio-Glühwein zu trinken. Für mich habe ich den Sinn so definiert: möglichst glücklich leben, sich selbst respektierend und bewusst, und andere Menschen glücklich machen. Ihnen also zumindest nicht auf die Füße treten (dies hatte der alte Kant ja auch schonmal gesagt, in etwas elaborierterer Form 😉 ). Wenn ich hier in Europa einen riesen ökologischen Fußabdruck habe, trage ich dazu bei, dass ein Mensch auf einer Südseeinsel sein Zuhause verliert. Und daher möchte ich eben keinen so großen ökologischen Fußabdruck haben. Zum Beispiel.

Dass das auch bei mir nicht alles perfekt geht, das beschreibe ich auf kathas welt ja immer mal wieder (s. die Krux oder Das mit dem Skifahren). Wir sind eben alles Menschen. Nicht perfekt, aber lernfähig… Wie delüx! 😉

Ich wünsche Euch ein wundervolles und erfolgreiches neues Jahr. Für Euch selbst und mit Euren Lieben. Genießt das Leben, auch wenns mal regnet. Dann ist die Sonne danach umso schöner. (Hört sich nach blabla an, ist aber echt was Wahres dran!)

Allerherzlichst

Eure Katha

ps: Ich bin jetzt den ganzen Januar über in Urlaub und weiß noch nicht, ob ich in dieser Zeit meinen Computer nutze. Auch Changemaker brauchen mal ne Pause. 😉

pps: Uuuuuund: Ich bin mit kathas welt in der Endrunde des Wettbewerbs „Ideen Initiative Zukunft“. Yeah! (s. hier)

Ein enorm schönes Geschenk

Seid ihr gerade auf der Suche nach geeigneten Weihnachtsgeschenken? Als frisch gebackene Beirätin (ich fühle mich ehrlich geehrt!) des Magazins „enorm – Wirtschaft für den Menschen“ fällt es mir nicht schwer, Euch in diesem Jahr zum folgenden, enorm schönen Weihnachtsgeschenk zu raten: Einem Abo dieser Zeitschrift. (Lest auch gern meine Weihnachtstipps zum letzten Jahr unter Früher war mehr Lametta…). Bei mir wird das wohl durchaus auch die eine oder den anderen beehren. 😉

Fanin der ersten Stunde 😉

Seit ihrer 0./Beta-Ausgabe, die uns als Ansichtsexemplar ans Institute for Social Banking gesandt wurde, bin ich ehrlich gesagt begeistert von enorm. Und das sage ich sonst über kaum ein Medium. Klar bin ich irgendwie ein Fan (und Abonnentin) der ZEIT, und auch andere Magazine wie die besondere FROH! oder auch brand eins gefallen mir. Aber es gibt doch immer einen starken Wehmutstropfen bei allen (meine subjektive Einschätzung: ZEIT – manchmal zu selbstgerecht; FROH! – zu wenig aktuell, dafür aber immer schön; brand eins – erscheint mir manchmal zu wenig innovativ in ihren Fragestellungen). Bei enorm habe ich einfach Interesse an fast jedem Beitrag und sie bringt mich weiter, das ist schon echt etwas besonderes!

Ein Aufreger zum Start

Ganz ehrlich: Auch bei der ersten Ausgabe der enorm habe ich mich ziemlich echauffiert. Da wurde im Editorial auf einen „klugen Artikel“ hingewiesen, der sich mit unserem ethisch-korrekten Leben im Alltag beschäftigt („Immer schön sauber bleiben!„). Ihr wisst ja: Das ist mein Herzthema. Und dann muss ich da lesen, dass es im Endeffekt eigentlich nur was bringt, das Haus zu dämmen oder ein kleineres Auto zu fahren. Sonst ist so gut wie alles nicht so wichtig. Ein kleineres Auto fahren? Haus dämmen? Dann kann ich persönlich nichts tun, wenn ich kein eigenes Haus habe und sowieso kein Auto fahre? Hä? Mein eigener ökologischer Fußabdruck ist auch immer noch viel zu hoch – ohne diese beiden Faktoren! Und über die Effekte, die ein generell bewussteres Leben auf das Glücklich Sein hat gar nicht zu sprechen… Ich möchte mich jetzt hier nicht zu lange über diesen Artikel auslassen, aber ich war enttäuscht. Leider hatte ich aber auch zu wenig Zeit, um eine wirklich gute Leserreplik zu schreiben. Also sollte ich mich wohl ein wenig zurück halten.

Unromantisch im guten Sinne

Dennoch: Ich habe seither fast jeden Artikel in jeder Ausgabe der enorm gelesen und fast immer etwas Neues hinzugelernt. Klar, bei manchen Themen weiß man selbst mehr und ist dann kritischer, bei anderen freut man sich über die neuen Einsichten. Und was noch genial ist: es werden wirklich viele tolle Projekte, Initiativen und Gründer gezeigt. Ohne einen romantischen Blick, wie schön die Welt ist, sondern eben mit dem nötigen Elan, zu zeigen, was diese erfolgreichen Menschen eigentlich wirklich erfolgreich macht. Insofern ist es ein Macher-Magazin mit super Hintergrund. Es macht gute Laune, ohne schön zu färbern, und kritisiert, ohne die richtige Prise an Pragmatismus zu verlieren. Was ich mir noch mehr wünsche ist natürlich der noch tiefere Fokus auf das Thema Geld. Aber gerade dafür wurde ich wohl nun etwas enger an das Magazin herangeholt. Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit!

Mach et!

Ich hör mal auf mit dem Schwärmen. Und behaupte: wenn ihr kathas welt mögt, dann ist ein enorm Abo einfach das Richtige! Schenkt’s Euch selbst oder Euren Liebsten, die Freude am bewussten Leben ohne den erhobenen Zeigefinger haben. Hier geht das: http://www.enorm-magazin.de/abo.html.

Ach ja: einen Artikel zu schreiben war keine Bedingung, um in den Beirat zu kommen. 😉

Herzlichst, Eure Katha

ps: wenn ihr nun unbedingt etwas anderes verschenken möchtet, stehen natürlich auch tolle delüxe Eierkartons oder Brottüten mit „Mit Liebe geschmiert von…“ Aufdrucken von Schöne neue Welt delüx! zur Verfügung. Oder eine Karaffe mit individuellem Aufdruck, z.B. „Kraneberger“ – oder auch „Rohrperle“. 😉 Aber dafür schaut ihr einfach hier: www.snw-deluex.de.